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Unterwasseroptik |
Die Korrektion von Fehlsichtigkeiten beim TauchenVon
Ulrich Mößlang, staatlich geprüfter Augenoptiker und
Augenoptikermeister,
Aktuell Gutes Sehen beim Tauchen ist eine der wichtigsten Sinneswahrnehmungen für ein problemfreies Ausüben des Sports. Brillenträger leben oft mit der falschen Einstellung, dass die Vergrößerung des Mediums Wasser ausreicht, um die Fehlsichtigkeit zu kompensieren oder gar zu verbessern. Das ist falsch, wie einschlägige Untersuchungen beweisen. Gerade das Kontrastsehen ist in einem Medium, das Schwebstoffe die Licht reflektieren enthält, besonders wichtig. Schon geringe Fehlsichtigkeiten verschlechtern die Sicht und führen über den Tauchgang zu immer größeren Konzentrationsschwierigkeiten, die das eigene Risiko und das der Tauchpartner erhöhen. Der Spezialist für Sehprobleme unter Wasser kann nicht ein Tauchshop, sondern nur ein augenoptisches Fachgeschäft sein. Das Bestimmen der Fehlsichtigkeit und das Einpassen von Brillengläsern mit entsprechenden optischen Wirkungen ist Ausübung des Augenoptiker-Handwerks. Nur der Augenoptiker verfügt aufgrund seiner Ausbildung über die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten, weshalb ihm die Herstellung von Tauchsportbrillen mit Korrektion vorbehalten sein muss und nicht von Händlern, auch nicht von Tauchsportfachhändlern eigenverantwortlich erfolgen kann. Zusätzlich ist zu beachten, dass der Händler, der optische Tauchbrillen trotzdem
vertreibt, der erweiterten Haftung nach dem Medizinproduktengesetz
unterliegt, für die er mit Sicherheit keinen Versicherungsschutz besitzt.
Optimal ist ein Augenoptiker mit Taucherfahrung und einer Auswahl an
Tauchmasken für die individuelle Verglasung Eine ganze Reihe von unerklärlichen Unfällen, dürfte auf das Konto von fehlender oder fehlerhaft zentrierter Korrektion der Sehfähigkeit zurückzuführen sein. Beim Benutzen industriell vorgefertigter Gläser, die nur in bestimmten sphärischen Stärken ohne Berücksichtigung ihres Augenabstandes hergestellt werden, kann es zu optischen Verschiebungen kommen. Diese lösen Kopfschmerzen, vorübergehende Beeinträchtigung des Sehvermögens, z.B. Schielen und Übelkeit aus. Bei Tauchgängen gefährden sie sich und ihren Tauchpartner. Dies ist den Tauchern nur leider oft nicht bewusst. Individuell gefertigte Brillengläser für Kurz- und Weitsichtigkeit, unter Umständen mit Nahteilen versehen, zur Behebung der Leseschwäche (Alterssichtigkeit) die mit ca. 40 Jahren auftritt, haben viele Vorteile: 1.
Jede Kombination von sphärischen und cylindrischen Glasstärken
ist möglich 2.
Der hochelastische, fast unverwüstliche Kleber gleicht
Temperaturschwankungen aus und hält nahezu unbegrenzt. Lt. Bürgerlichen
Gesetzbuch ist eine lebenslange Garantie unzulässig. Sie darf nicht über
30 Jahre ausgedehnt werden. 3. Unterschiedliche Sehfehler des rechten und linken Auges werden berücksichtigt. 4. Der genaue persönliche Augenabstand wird eingehalten. 5. Der Taucher kann die Nahteilform -größe und -höhe selbst bestimmen soweit technisch machbar. 6. Die Verwendung verschiedener Tauchmasken, auch von bereits getragenen oder einer Lieblingsmaske ist meist möglich. Allerdings kann für die eigene Tauchmaske keine Garantie übernommen werden. Etwaiger Bruch von Maskenteilen, alt oder neue, gehen zu Lasten des Einsenders. 7.
Reaktionsschnelligkeit durch klarstes Ablesen von Informationen der
Instrumente garantiert einen entspannten und sicheren Tauchgang. Die Qualität entscheidet, nicht der vermeintlich günstigere Preis. Nur der Augenoptiker ist der Fachmann für gutes Sehen über und unter Wasser. Wir
verwenden nur deutsche Qualitätsgläser im Durchmesser 75mm.
Kontaktlinsen sollten weich sein, da bei harten Linsen sehr leicht Gasbläschen unter der Linse zu Sehproblemen führen. Bei den weichen Kontaktlinsen ist zu beachten, dass beim Ausblasen der Maske die Augen geschlossen werden, da durch Wasser am geöffneten Auge leicht eine Dezentrierung der Linse auftreten kann. Sinnvoll sind Tageslinsen die nach jedem Tauchgang wegen der möglichen bakteriellen und pilzbedingten Verschmutzung gewechselt werden sollten, um nicht in einem Tauchurlaub mit einer Hornhaut- oder Bindehautentzündung auszufallen oder gar Spätschäden in Form von Hornhautgeschwüren oder Narben davonzutragen. Durch das Auge bedingte Einschränkungen der Tauchtauglichkeit: Eine relative Kontraindikation, also ein Grund abzuraten bzw. nur nach Rücksprache mit dem Augenarzt tauchen zu gehen, sind Zustände nach das Auge eröffnenden Operationen (Hornhautverpflanzung, grauer Star, grüner Star, perforierende Verletzung), ein Kunstauge aus Glas (vor dem Tauchgang entfernen wegen Implosionsgefahr), Einäugigkeit und harte Kontaktlinsen (es sei denn sie sind hochgaspermeabel und der Träger hat vorher lange Übungsphasen über und unter Wasser absolviert). Absolutes Tauchverbot gilt bei bestimmten Formen des grünen Stars (Engwinkelglaukom, Weitwinkelglaukom mit Sehnervenschaden, Zustand nach fistulierender Glaukomoperation), aktiven Augenentzündungen, Sehschärfe des besseren Auges unter 50%, sowie fortgeschrittenen Gefäßschäden im Auge z.B. bei proliferativer diabetischer Retinopathie (fortgeschrittene Zuckererkrankung des Auges). Ulrich Mößlang,
staatl. gepr. Augenoptikermeister, Oder über Google Earth Optik Heydenreich seit 1945.kmz
Optik
Heydenreich GmbH
GF: Ulrich Mößlang
Fertigung von
optischen Tauchbrillen, Tauchmasken, Taucherbrillen, Tauchermasken und
Schwimmbrillen, |